Wo ist dein Schwerpunkt? – Der logische Schritt zum besseren Fahrgefühl mit Absetzkabine

Gesamthöhe, Schaukeln, Zuladung. Jeder, der schon mal ein Wohnmobil, Expeditionsfahrzeug oder sonstiges Urlaubsmobil gefahren ist, weiß wovon wir sprechen. Diese 3 Schlagworte können den ambitionierten Reisefahrzeugbesitzer in den Wahnsinn treiben. Beim Fahren fällt einem zuerst das Schaukeln auf. Auf der Straße ist man durch die große Fläche häufig mit Seitenwind konfrontiert und hier macht sich das Schaukeln bereits bemerkbar. Zusätzlich nervig wird es abseits befestigter Straßen. Hier kommt noch das Nachschaukeln dazu – nach jeder Passage – immer wieder abbremsen und ausschaukeln.  

Schaukeln ist praktisch die Summe aus Gesamthöhe, Schwerpunkt und Beladung

Das Schaukeln ist praktisch die Summe aus Gesamthöhe, Schwerpunkt und Beladung. Darum sollte man versuchen, die Gesamthöhe gering, den Schwerpunkt niedrig und die Beladung angemessen zu halten. Letzteres ist nicht nur eine Frage der Konstruktion, also auf welcher Höhe kann ich die Kabine aufsetzen, sondern auch der Beladungsmöglichkeiten, also wo kann ich schwere Lasten in der Kabine unterbringen. Wie bereits in unserem letzten Artikel erklärt, entscheidet schon das Basisfahrzeug welche Möglichkeiten es bei der Beladung udn damit ach für den Schwerpunkt gibt. Generell, gibt es bei allen Basisfahrzeugen die Möglichkeit die Absetzkabine auf der Ladefläche zu transportieren. Das ist aber für die Fahreigenschaften in allen Punkten nachteilig – das Fahrzeug ist höher, hat einen höheren Schwerpunkt und ein höheres Eigengewicht. Deshalb empfehlen wir die Ladefläche bzw. Pritsche abzunehmen. Bei Pickups wird dann häufig von Flatbed gesprochen, was aber eigentlich auch auf die Pritsche zutrifft. Flatbed – zu deutsch Flachbett oder auch Plattform – bedeutet ja nichts anderes, als dass man eine ebene Ladefläche ohne Begrenzungen hat.  

Weniger Eigengewicht

Gehen wir jetzt von einem Pritschenwagen aus, so würden wir ohne die umlaufenden Bordwände bereits von einem Flatbed sprechen können. Allerdings bringt das keinen Vorteil für die Gesamthöhe oder den Schwerpunkt. Darum wird die Pritsche komplett abgenommen. Dadurch wird deutlich Gewicht eingespart. Eine Pritsche mit Stahlrahmen wiegt bereits 150 – 200kg. Durch das geringere Eigengewicht des Fahrzeugs erhöht sich die mögliche Zuladung. Gegenüber einem Fahrzeug, bei dem die Wohnkabine auf der Pritsche mitfährt, kann man also 150 – 200kg mehr einladen.  

Geringere Fahrzeughöhe

Neben dem Gewicht, wird auch die Gesamthöhe geringer. Durch das abnehmen der Pritsche wird die Kabine direkt auf dem Fahrzeugrahmen aufgesetzt und sitzt damit rund 20cm tiefer. Damit ist man nicht nur bei Seitenwind entspannter unterwegs, sondern muss sich auch bei niedrigen Brücken weniger Gedanken machen. Ein weiteres Plus ist, dass so auch erwünschte Maximalhöhen wie die magischen 255cm für die Containerverschiffung im High Cube möglich sind.  

Niedriger Schwerpunkt

Schlußendlich ergibt sich durch die tiefer sitzende Kabine auch ein niedrigerer Schwerpunkt. Die Kabine selbst sitzt tiefer und durch die ebene Bodenplatte können große und schwere Einbauten wie Wassertank, Gasflaschen usw. auf diesem tiefen Niveau verbaut werden. Auch schwere Ladung wie Werkzeugkisten sind bei einem niedrigeren Schwerpunkt fahrtechnisch besser verstaut und haben weniger Einfluss auf die Seitenstabilität. Wenn Schaukeln also die Summe aus Gesamthöhe, Schwerpunkt und Beladung ist, dann haben wir durch das Aufsetzen der Wohnkabine direkt auf den Fahrzeugrahmen unser Ziel erreicht.
Geringere Gesamthöhe, niedrigerer Schwerpunkt und besser Verstaute Ladung = weniger Schaukeln
Für alle die jetzt sagen: „Schön und gut, aber was wenn ich meine Ladefläche auch noch benutzen will?“ – Kein Problem! Die BrainBOXX Absetzkabine ist mit einem Befestigungssystem versehen, mit dem die Kabine werkzeuglos auf dem Rahmen des Fahrzeugs gesichert wird. Das gleiche Befestigungssystem kann problemlos an der Pritsche angebracht werden, so dass man nach dem Absetzen der Wohnkabine innerhalb von 10 Minuten die Pritsche wieder aufsetzen kann. Man spricht dann von einem Wechselsystem. Dazu bald mehr – wie wäre es mit einem Video?